Der Future ist das Urgestein der Hebelprodukte: ein standardisierter Vertrag, heute einen Preis für eine Lieferung in der Zukunft festzuschreiben. Börsengehandelt, transparent, mit fester Kontraktgröße und Verfallstermin. Hier laufen alle Fäden der Fibel zusammen — Hebel, Margin, Risiko.
Ein Future verpflichtet beide Seiten: Der Käufer nimmt eine festgelegte Menge eines Basiswerts zu einem heute fixierten Preis an einem festen Termin ab — der Verkäufer liefert. Anders als bei der Option ist das keine Wahl, sondern eine Pflicht. In der Praxis werden die meisten Futures vor Verfall glattgestellt, nicht geliefert.
| Basiswert | Ein Aktienindex (z. B. ein Leitindex) |
| Punktwert (Multiplikator) | 5 € je Indexpunkt |
| Kurs | 18.000 Punkte |
| Kontraktwert | 90.000 € (18.000 × 5 €) |
| Verfall | vierteljährlich — Mär · Jun · Sep · Dez |
| Sicherheit (Margin) | ein Bruchteil des Kontraktwerts |
Das Besondere am Future: Alles ist genormt — Größe, Verfall, Lieferbedingungen. Dadurch sind sie hochliquide und an einer zentralen Terminbörse gehandelt, die als Gegenpartei einspringt. Kein Ausfallrisiko des Handelspartners wie bei manchen CFDs.
Beim Future zählt nicht der Prozentsatz, sondern der Punkt — multipliziert mit dem Punktwert. Bewegt sich der Index, wird daraus pro Kontrakt ein fester Eurobetrag. Wählen Sie die Kontraktgröße, die Anzahl und die Punktbewegung.
Sie hinterlegen nicht den vollen Kontraktwert, sondern nur eine Sicherheitsleistung — die Initial Margin. Daraus entsteht der gewaltige Hebel des Futures. Doch fällt Ihr Guthaben unter die Maintenance Margin, kommt der gefürchtete Nachschuss. Schieben Sie die Kursbewegung gegen sich.
Der Hebel ist zweischneidig: 20× bedeutet, dass schon 5 % gegen Sie Ihr gesamtes Margin-Guthaben auslöschen. Beim Future ist diszipliniertes Money-Management keine Kür, sondern Pflicht.
Anders als eine Aktie läuft ein Future ab — meist vierteljährlich. Wer die Position halten will, muss vorher „rollen": den auslaufenden Kontrakt schließen und den nächsten eröffnen. Ziehen Sie den heutigen Tag durch das Jahr und beobachten Sie das Rollfenster.
Vom „Was ist ein Markt?" bis zum gehebelten Terminkontrakt — Sie kennen jetzt das Fundament. Drei letzte Merksätze zum Future.
Das Ergebnis misst sich in Punkten mal Multiplikator — pro Kontrakt ein fester Eurobetrag, kein Prozentsatz.
Ein Bruchteil des Kontraktwerts genügt — daraus folgt enormer Hebel und die Gefahr des Nachschusses.
Futures laufen ab. Wer hält, muss rechtzeitig in den nächsten Kontrakt rollen.